Idee

Von Mitte August bis Oktober 2011 wird in der Ofenhalle der ehemaligen Karbidfabik in Thusis  die Kunstinstallation “la stanza illuminata” zu besichtigen sein.

“La stanza illuminata“  bringt das Licht in die ehemalige Ofenhalle der Karbidfabrik zurück. Das heisst, die Installation fängt das  wenige Licht das durch die Ritzen und Löcher in den dunklen Raum dringt auf und transformiert es zu einem eindrücklichen visuellen Erlebnis.

Mit einfachsten Mitteln, soll ein Licht- Zeit-Raumerlebnis ausserhalb technisch aufwändiger, digitaler Bildprojektionen ermöglicht werden, unabhängig von Elektrizität, ewig mit dem Licht der Sonne funktionierend, so als ob nicht hundert Jahre zuvor eben an diesem Ort die Vorstellung von Licht und Zeit neu definiert wurde.

Die ehemaligen  Rhätischen Werke in Thusis wurden 1898 zusammen mit dem Elektrizitätswerk in der Viamala als elektrochemisches Werk zur Herstellung von Karbid erbaut.

Die Anlage ist ein  industriehistorisch einmaliges Monument der zweiten industriellen Revolution, der Produktion und Nutzung von elektrischer Energie aus Wasserkraft. Sie markiert den Beginnt einer nunmehr fast hundertjährige Epoche des Wohlstandes und technischen Fortschrittes in Graubünden.Karbid diente als Brennstoff für Gaslampen und war damals die erst erschwingliche Alternative zu  Kerzen und Öllampen. Aus heutiger Sicht mag dies wenig spektakulär sein, doch diese kleinen stinkenden Leuchten leiteten eine komplette neue Vorstellung von Zeit und Licht ein.

Zum ersten mal war die Produktion von Gütern und die Arbeitszeiten nicht mehr abhängig vom natürlichen Tageslicht was auch im Winter längere Produktionszeiten erlaubte und es sogar ermöglichte, nachtst die Strassen, Plätze und dunklen Stuben zu beleuchteten.

 

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